Modellprojekt LANDSTADT BESTAND
Die Stadt Pegnitz wurde 2025 als eine von elf Kommunen in Bayern für das Modellprojekt „LANDSTADT BESTAND“ ausgewählt. Damit gehört Pegnitz zu einem exklusiven Kreis von Städten und Gemeinden, die innovative Ansätze für bestehende Quartiere mit finanzieller Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr erproben. Ziel ist es, eine nachhaltige, kooperative Entwicklung anzustoßen und damit Impulse für andere Kommunen zu setzen. Insbesondere für die Bereiche Mobilität, Wohnen und Klimaanpassung gilt es, bis Mitte 2027 zukunftsfähige Lösungen auszuarbeiten.
Weitere Informationen zum Modellprojekt erhalten Sie hier: https://www.landstadt.bayern.de/2025-2027/projektaufruf/index.html
Was bedeutet das für Pegnitz?
Das Modellprojekt konzentriert sich in Pegnitz vorwiegend auf das Gebiet zwischen Badstraße auf westlicher Seite und der Bahnlinie auf östlicher Seite. Das Gebiet befindet sich insbesondere nach dem Abriss der K+P und PEP-Gebäude und im Hinblick auf die geplante Ansiedlung der Hochschule für den öffentlichen Dienst (HföD) sowie den Umbau des Bahnhofs samt Unterführung in einem großen strukturellen Umbruch. Hier treffen zentrale städtebauliche Entwicklungen aufeinander. Zudem eröffnen sich neue Möglichkeiten, um bestehende Flächenpotenziale sinnvoll zu nutzen, neue Angebote zu schaffen und die Verbindung zwischen Innenstadt und Bahnhof langfristig zu stärken.
Durch die strategische Herangehensweise der Stadt sind große Teile des Geländes in städtischem Besitz, wodurch eine gezielte Entwicklung möglich wird. Die Verwaltung möchte durch die Möglichkeiten des Modellprojekts den neuen Anforderungen an Wohnen, Mobilität, Klimaanpassung und öffentliche Räume Rechnung tragen. Gleichzeitig bietet das Gebiet mit seinen bestehenden Strukturen als auch untergenutzten Bereichen ideale Voraussetzungen, um innovative Ansätze der Innenentwicklung zu erproben.
Was ist bisher schon passiert?
Im Hinblick auf die Erstellung einer Rahmenplanung für das Projektgebiet entlang der Badstraße wurden die Kommunalberatung CIMA Beratung + Management aus Forchheim mit der Projektbegleitung und das Büro für Architektur und Stadtplanung Edith Obrusnik aus Bamberg mit der stadtplanerischen Projektunterstützung beauftragt. Nach einer umfassenden städtebaulichen Analyse des Projektgebiets fand im Mai 2026 eine Planungswerkstatt mit fachlich relevanten Akteuren und Beteiligten an den Großprojekten im Projektgebiet statt. Darin wurden die übergeordneten sowie thematischen Ziele für die Gesamtentwicklung diskutiert.
Am Dienstag, 07. Juli 2026, fand in der Wiesweiherhalle eine Bürgerwerkstatt zur Umgestaltung des ehemaligen K&P- und PEP-Areals statt. Knapp 90 interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, um sich über das Modellprojekt zu informieren und ihre Ideen einzubringen. Zu Beginn stellten die beiden begleitenden Büros, CIMA Beratung + Management GmbH aus Forchheim und das Büro für Architektur und Stadtplanung Edith Obrusnik, die Rahmenbedingungen für das Areal sowie die bisherigen Planungen und Entwicklungen vor. Da sich die Entwicklung des Gesamtareals noch in einer frühen Phase befindet, stand anschließend der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern im Mittelpunkt der Veranstaltung. An vier Themeninseln wurde engagiert diskutiert, gemeinsam über die Zukunft der Flächen nachgedacht und zahlreiche Anregungen, Wünsche und Bedarfe gesammelt. Die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt fließen nun in den weiteren Planungsprozess ein.
Falls Sie bei der Veranstaltung nicht dabei sein konnten oder nochmal einen Blick auf die Inhalte werfen möchten, finden Sie hier die Präsentation zum Nachlesen:
Impressionen der Bürgerwerkstatt

"CIMA Beratung + Management GmbH / Josefine Kantor"




Sie haben Rückfragen zum Modellprojekt oder zur Bürgerwerkstatt?
Dann wenden Sie sich gerne an Hans-Ulrich Warber unter 09241 723 70 oder hans-ulrich.warber@stadt-pegnitz.de.