Weihnachtsgrüße

22. Dezember 2016 : Weihnachtsgrüße Erster Bürgermeister
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Das Jahr 2016 hat die Welt wieder in Atem gehalten.
Der Brexit im Juni dieses Jahres war ein Donnerschlag. Wird er der Auftakt für ein weiteres Zerbröckeln des Traums vom vereinten Europa sein? Die Auswirkungen der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten auf Menschenrechte, das internationale Sicherheitsgefüge oder die weltweite wirtschaftspolitische Vernetzung sind im Moment noch nicht absehbar.

Eine zunehmende Polarisierung und Spaltung vieler westlicher Gesellschaften zeigt sich in der Zerrissenheit Europas bei der Bewältigung der Flüchtlingsbewegungen oder der Fluchtursachen. Viele Menschen machen sich Sorgen, und wir, die politischen Vertreter des Volkes, müssen diese ernst nehmen.

In den Konfliktregionen nahe den Grenzen Europas kehrt keine Ruhe ein. In Syrien haben wir die Hoffnung auf baldigen Frieden fast schon aufgegeben. Mit Sorge beobachten wir auch die Umwälzungen in der Türkei mit Massenverhaftungen und Einschränkungen demokratischer Rechte. Angst machen uns nicht zuletzt die Vielzahl verheerender Terroranschläge in ganz Europa.

Man könnte verzweifeln angesichts dieser Bilanz. Aber es gibt auch Lichtblicke wie der friedliche und mit wenigen Ausnahmen gewaltfreie Ablauf der Fußball-EM in Frankreich sowie der Olympischen Spiele in Brasilien.

Im Kleinen, d.h. auf Pegnitz bezogen, sind dies die zahlreichen Ereignisse im vergangenen Jahr, die unsere Stadtgesellschaft vorangebracht und bereichert haben. Nennen möchte ich für vieles nur die Teilnahme unserer Stadt an der Landesgartenschau. Eine Woche lang hatten wir dort die Gelegenheit, Pegnitz in all seiner Vielfalt und mit seinen Vorzügen zu präsentieren. Dafür hat sich eine große Schar freiwilliger Helfer aus der Bürgerschaft engagiert, denen ich an dieser Stelle nochmals herzlich danke.

Jetzt in der Weihnachtszeit freuen wir uns über festlich geschmückte Gärten und Balkone, über unsere festlich geschmückte Innenstadt, das Adventsdorf und die Weihnachtsmärkte um die Herz-Jesu-Kirche und die St. Bartholomäuskirche. Wir freuen uns ebenso über die festlichen Kirchenkonzerte unserer verschiedenen Chöre, die das Christfest ankündigen. Auch dies wird alles ehrenamtlich geleistet.

Wir freuen uns auf das Weihnachtsfest, auf die ruhige Zeit zwischen den Jahren und auf ein Zusammensein im Familien- und Freundeskreis.

Im Ausblick auf das Jahr 2017 begegnen wir vor allem dem „Lutherjahr“. Wir freuen uns besonders auf die zahlreichen Veranstaltungen, die auch in Pegnitz dazu angeboten werden.  Ich hoffe und wünsche mir, dass das Lutherjahr der Ökumene neuen Schwung gibt. Im schwedischen Lund setzte Papst Franziskus in diesem Jahr ein mächtiges Zeichen der Ökumene, als er mit den Spitzenvertretern des Lutherischen Weltbunds gemeinsam betete: „Jesus Christus, heile unsere Erinnerungen (...) Hilf uns, die Gaben anzuerkennen, die die Reformation der Kirche gebracht hat, aber auch Reue zu fühlen über die Mauern, die wir gegeneinander hochgezogen haben, und führe uns zu gemeinsamem Zeugnis und Dienst für die Welt!“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch einmal gesegnete Festtage und eine gutes neues Jahr.  

Ihr

Uwe Raab

Erster Bürgermeister